Das Jahr 2006 . .

. . und die Bären

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Mitte Juni, bei unserer Ankunft (Tochter Sabine, Eros und ich) war die Fischwelt noch einigermaßen in Ordnung. Der erste Run im Kasilof-River und im Russian-River lief gut und auch im Kenai-River konnten einige "Rote" gelandet werden. Der Touristenandrang hielt sich in Grenzen, das Wetter war nicht gerade warm aber gut durchwachsen.

Kurz gesagt: Man konnte so richtig Urlaub machen - wenn da nicht unsere braun und schwarz behaarten Ureinwohner gewesen wären: Die waren dieses Jahr gut vertreten und kamen sogar bis an unsere Hütte (schauder). Man traf sie am Wasser und las auch einiges Unangenehmes in den Zeitungen. Grund war vielleicht das Wetter, der wenige Fisch ( ! ) im zweiten Run oder was auch immer. Letztendlich aber sind wir ja der Gast im Land der Bären und nicht umgekehrt und wenn man sich an ein paar Regeln hält, ist die Sache auch ziemlich problemlos.

Mein Eros war natürlich auch wieder mit von der Partie. Allerdings war dieses Jahr regelmäßiges Training angesagt. Wir hatten uns für die Landesmeisterschaft der Gebrauchshunde im August qualifiziert und da gab es nicht "einfach nur  Urlaub". Der Sportplatz der Elementry-School war da sehr hilfreich und vor Allem sehr nah! Alles in Allem hat Eros die Zeit aber genossen - unter Umständen mal einen Citydog zurecht gewiesen oder vielleicht ein bisschen geflirtet - und natürlich hat er mehr Freiheiten gehabt als Zuhause.

Zu den wenigen Fischen: Das war schon heftig dieses Jahr im Haupt-Run. Gegen knapp 6 Millionen in 2005 waren es 2006 am Ende gerade Mal 1,3 Millionen Rotlachse, die den Weg in den Kenai-River gefunden hatten. Da gab es natürlich für uns "Hobbyfischer" fatale Folgen. Zwei Wochen war der Fang auf 1 Lachs pro Tag limitiert und eine weitere Woche war das Fischen völlig gesperrt. Fatal vor Allem für die, die mit 2-3 Wochen Urlaub Mitte Juli angereist waren. Hier sind sicher Einige enttäuscht und mit mehr oder weniger leeren Händen (oder Boxen) abgereist. Da wir länger da waren, konnten wir unsere Boxen dann doch noch füllen und wie immer den Heimweg antreten.

Der Sommer war heuer nicht so toll: Regen, Wind und keine besonders hohen Temperaturen waren angesagt und eigentlich beständig, von ein paar wenigen Sonnentagen abgesehen. Wir haben das Beste daraus gemacht: Urlaub !

Die Heimreise verlief gut: Einchecken ohne Probleme, Hund ohne Probleme. Allerdings hat bei der Einreise nach Germany der Amtsschimmel wieder mal kräftig gewiehert. Dank unserer korrekten Dokumente - Ehrlichkeit zahlt sich halt doch aus - kamen wir reibungslos durch den Zoll, nur die Einfuhr hat leider "etwas Zeit" in Anspruch genommen. Aber vielleicht wissen die Behörden ja 2007 was zu tun ist, damit es nicht wieder 4 Stunden dauert, bis der Fisch dann letztendlich in der Gefriertruhe landet. Schlechter hatten es die Kollegen, die mit einem "falschen" Zertifikat oder ganz ohne eingereist waren. Hier gab es Stress, der Fisch wurde erst mal beschlagnahmt und abholen könne man ihn erst nach einigen Tagen - nach eingehender tierärztlicher Kontrolle wie es hieß. Übrigens: Unsere Boxen waren beim Abholen unverändert und nicht mal geöffnet. Von Tierärztlicher Kontrolle war hier keine Spur.

Viel Spaß mit den Bildern und nehmt bitte nicht alles Geschriebene zu ernst.

 

Bilder 2006