Jahr 2019 - endless summer

Hohe Temperaturen, viel (!!) Wasser und Lachs satt

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2019 begann am 20. Juni - Cosmo war wieder mit von der Partie

Von Frankfurt ging es "on time" los, und so konnte ich mit Cosmo sogar eine Maschine eher von Kenai nach Anchorage nehmen. Das ist immer ein bisschen Abenteuer: 10 Plätze, alle am Fenster und dem Pilot kann man zuschauen. Zuerst schaffen sie die leere Box in den Flieger, hinter den letzten Sitz - dann ich zuerst mit Cosmo in den Flieger, Hund in die Box - Box verzurren und ab ging's.

Die letzte Etappe - wie immer etwas "rumplig" - dauert ca. 20 Minuten und erspart uns nach der langen Anreise eine längere Autofahrt (220 km) über den Turnigan-Pass auf die Kenai-Halbinsel.

Gelandet in Kenai hatte mein Freund Jeff unseren Suburban bereits am Flughafen geparkt und so mussten wir nur noch einsteigen und die letzten 30 km nach Hause fahren . . .

Wie schon erwähnt: 2019 gab es Lachs satt

Der "first run" in den Russian River machte den Anfang. Der Zulauf wurde eine Woche früher zum Fischen frei gegeben, die Entnahme von 3 Lachsen am Tag war - wie immer - erlaubt. Das änderte sich schlagartig. am 2. Tag waren schon 6 und am 4. Tag 9 Lachse pro Tag frei. Die schnelle Erhöhung durch Fish and Game ließ hoffen, dass auch der "late run" im Kenai River gut werden würde.

Das bestätigte sich auch - es war ein unvergleichlich guter run, mit - am Ende - 1,8 Millionen Reds, gegenüber 2018, wo es gerade mal die Hälfte waren.

Es war ein top Jahr, wenn da nicht das hohe Wasser gewesen wäre. Durch die ungewöhnlich hohen Temperaturen und die dadurch starke Schneeschmelze stieg der Pegel des Kanai-River stark an. Auf unsere Insel zu kommen war abenteuerlich und ohne Stock kaum machbar. Erst im August ging das Wasser zurück und erreichte wieder den gewohnten Stand.

Urlaub und Fischen

Keinerlei Probleme mit der Fischerei - es lief blendend. Durch das hohe Wasser war es an "unserer" Insel relativ ruhig, bis der run richtig lief und 60.000 bis 90.000 Reds am Tag in den Kenai River zogen. Da hielt das Hochwasser keinen mehr ab, es war einfach "crowded" und leider nicht immer angenehme Zeitgenossen standen am Wasser. Schön war es, dass ich nach einigen Jahren wieder mit Richard in Kontakt kam, der auch wieder in Alaska war. Irgendwie hatten wir und aus den Augen verloren - es gab viel zu erzählen und es war wirklich eine tolle und angenehme Zeit. Genauso angenehm war das Treffen auf eine Herrentour aus Aschaffenburg, die mit Opa, Papa, Onkel und Söhnen fast täglich mit von der Partie waren. Dadurch konnten wir unsere Angelplätze teilen und uns abwechseln, was oft die Sache sehr erleichterte. Als im August Renate dazu kam, ging es noch einige Tage gut mit dem Fische, die Reds waren aber so langsam ziemlich am Ende und der Silberlachs tat sich noch schwer. Es wurde ruhiger am Wasser und der Wasserstand war wieder normal. Schade, dass Steven 2019 wenig Zeit hatte - aber so ist das nu mal, wenn man nicht im Urlaub in Alaska ist, sondern arbeiten muss. Andere Freundschaften mit "residents" konnten wir vertiefen und neue hinzugewinnen.

Ausflug nach Fairbanks

Es war wieder eine tolle Zeit 2019. Die 90 Tage USA hatte ich voll ausgenutzt - Renate kam die letzten 6 Wochen dazu. Das Wetter war durchgängig sensationell, für Alaska allerdings keine so gute Sache. Temperaturen an die 40 Grad waren lange an der Tagesordnung und sogar im August hatten wir größtenteils viel zu warmes Wetter. Von Regen keine Spur und so gab es leider einen grßen Waldbrand, der sich entlang dem Highway beidseits immer mehr ausbreitete. Der Brand war ca. 10 km von uns entfernt und nahm uns öfter das Sonnenlicht. Betroffen waren leider viele tausend Quadratkilometer und das Fahren nach Anchorage war sehr mühsam und oft gar nicht möglich. 

Da ich schon bei Renates Ankunft im August bereits unsere Kühltruhe gefüllt hatte, konnten wir einige Tage nach Fairbanks fahren, am Denali vorbei - dem höchsten Berg Alaskas. Das sind schlappe 500 meilen (800 km) einfach. Nach 10 Stunden Fahrt erreichten wir Fairbanks und waren froh, abends um 20 Uhr noch in einem Motel unter zu kommen. Wir hatten ein wenig mehr geplant, allerdings die Entfernungen etwas aus dem Auge verloren und so sind wir über über Palmer und Wasilla nach 3 Tagen zum Shopping in Anchorage gelandet. Diese Tour werden wir sicher irgendwann wiederholen und mehr als 3 Tage dafür einplanen.

Ein Wehmutstropfen auf dieser Fahrt war, dass wir durch das Feuer mussen. Dies war auf dem Hin- und Rückweg leider nur mit einem Pilotcar möglich, das uns 50 km einspurig durch das verbrannte Land geleitet hat. Kein schöner Anblick, links und rechts vom Highway nur verbrannte Bäume und Brandnester. (Ich habe hier extra auf Fotos verzichtet)

Zum guten Schluss

Nach einer tollen Zeit, Lachsfang satt und vielen Treffen und Spass mit Freunden packten wir am 17. September unsere "Siebensachen". Renate, Cosmo und ich und ein paar Boxen gefrorene Lachsfilets waren auf dem Weg nach Germany-Home, dass wir am 18. September gegen Mittag wiederum ontime erreichten.

 

 

2019 im Bild